Mahé I

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Auch im Paradies keine Garantie für schönes Wetter

Irgendwann brachte meine Frau verschiedene Kataloge über den Indischen Ozean und die Karibik als Appetizer für unsere Hochzeitsreise mit. In einem TUI Katalog fand ich einen kurzen Hinweis auf den einwöchigen Segeltörn mit der Sea Shell und war fasziniert von dieser tollen Ergänzung zum „Strandurlaub“. Als dann eine Woche später im Bayerischen Fernsehen ein halbstündiger Bericht über die Sea Shell lief, stand das Ziel fest.

Also ging es zur ersten Informationssammlung ins Internet, wo ich glücklicherweise recht bald das Seychellen-Forum von Lars Klein fand. Dort gibt es unzählige Reiseberichte, viele Tipps und vor allem Erfahrungsaustausch über die verschiedenen Hotels. Mit diesen Top-Infos und den teilweise recht guten Katalogen der verschiedenen Spezialveranstalter haben wir unsere Reise selbst geplant. Am Ende ging eine Rundmail an die verschiedenen Anbieter, um das günstigste Angebot zu finden. Dabei sollte man aber auf etwas mehr als nur den Preis achten. Mehr dazu im Bereich Veranstalter.

Auf Mahé angekommen stand zunächst einmal die SARS-Kontrolle auf dem Programm. Wir mussten in der Maschine sitzen bleiben und ein Arzt in weißem Kittel und Mundschutz kam herein. Nach einer Minute hatte er durch Umschauen festgestellt, dass keine Gefahr bestand und wir durften aussteigen. Bevor es zur Einreisekontrolle ging, musste jeder Passagier noch zu einer persönlichen Gesundheitsinspektion, bei der man eine vorbereitete Karte abgeben musste (u.a. mit Fragen, ob man kürzlich in SARS-Gebieten war). Auch dieser Kontrolleur war mit Mundschutz ausgestattet, direkt daneben stand jedoch ein anderer Beamter ohne selbigen.

Mahé I

Nachdem wir unser Gepäck hatten, mussten wir feststellen, dass niemand auf uns wartete und unser Abholer Luc, ein vom Veranstalter als Reiseleiter eingesetzter Taxifahrer, war sehr überrascht, dass Gäste für ihn ankamen, als wir ihn auf seinem Handy erreichten. Er war dann jedoch eine Viertelstunde später am Flughafen und brachte uns in rund 20 Minuten zum Allamanda Hotel. Weitere Infos zum Allamanda gibt’s im Bereich Hotels.

Dank des Nachtflugs waren wir bereits kurz nach 10 Uhr am Hotel und konnten so noch den ganzen Tag nutzen. Nach einem kurzen Spaziergang zur Anse Forbans entschlossen wir uns dann aber für einen faulen Tag am Strand, um uns von der Reise zu erholen. Der Hotelstrand mit feinem Sand lädt wirklich zum Verweilen ein. Nur bei Flut kommt das Wasser recht hoch, so dass wir in den Garten des Allamanda umgezogen sind.

Am nächsten Tag fuhren wir mit dem Bus nach Victoria. Da der Bus schon sehr voll war, hatten wir das Vergnügen vorn neben dem Fahrer zu sitzen. Die Sitzbank war dabei parallel zur Fahrtrichtung und die Füße standen auf der Motorverkleidung. Entsprechend heiß wurden die Füße. Aber auch der Fahrstil unseres Chauffeurs auf der engen Küstenstraße trug nicht unbedingt zur Abkühlung bei. Aber es war ein interessantes Abenteuer für gerade mal 3 Rupien (ca. 50 Cent).

Victoria ist die kleinste Hauptstadt der Welt und hat eigentlich nicht viel aufregendes zu bieten. Uns hat diese Stadt jedoch fasziniert, ohne dass wir genau sagen können warum. Wenn man bereits am Vormittag dort ist, kann man das bunte Treiben auf dem kleinen Markt am besten erleben. Die Touri Info in der Independence Ave. konnte uns nicht so ganz überzeugen. Die Infos waren spärlich, Tipps für Wanderungen auf Mahé gab es kaum und die wenigen Karten fanden wir recht teuer.

Ein wichtiger Grund für unseren Besuch in der Hauptstadt war die Suche nach Peaceful Sleep. Laut Forum der Mückenschutz für die Seychellen. Nach den Berichten hatte ich angenommen, dieses am Flughafen kaufen zu können, war aber am Vortag eines Besseren belehrt worden. Auch in der Hauptstadt fand sich kein Laden und keine Apotheke, die uns weiterhelfen konnte. Die meisten kannten zwar das Mittel, wussten aber nicht, wo es zu kaufen sei. Das wirkungslose Autan hatten wir zu Hause gelassen und meine Frau – überall auf dieser Welt der Anziehungspunkt für Moskitos – hatte schon fast Alpträume beim Gedanken, drei Wochen ohne Mückenschutz auskommen zu müssen.

Für den kommenden Tag hatten wir einen Mietwagen reserviert, um die Insel zu erkunden. Leider war der Himmel am nächsten Morgen immer noch dunkel und es regnete. Keine idealen Voraussetzungen für eine Besichtigungstour und Wanderung. Da wir am Ende der Reise nochmals drei Tage auf Mahé verbringen wollten, stornierten wir das Auto und stellten uns auf einen Tag im Hotel ein. Doch das Wetter hatte ein Einsehen und am frühen Nachmittag kam die Sonne heraus, so dass wir doch noch einen schönen Nachmittag am Strand genießen konnten.

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